About oder: Sieben Infos zu Ingrid Strobl

1 Ich bin ein Kind der Berge, kann aber nicht jodeln. Ich bin ein Stadtmensch, der mindestens einmal im Jahr auf über 1.000 Meter hoch muss. Und ich habe zwei Heimate: Innsbruck, die Stadt, in der ich geboren wurde. Und Köln, die Stadt, in der ich lebe. Wobei mich auch Heimatgefühle befallen, sobald ich in London, Wien, Rom und Katmandu ankomme.

2 Schreiben ist zugleich mein Beruf und meine Lieblingsbeschäftigung, und zwar seit ich mit acht meine erste Kurzgeschichte verbrochen habe. Am allerliebsten schreibe ich Sachbücher. Und Romane. Und Krimis. Und Hörfunk-Features. Und Glossen. Und Rezensionen. Und Kommentare für mein Blog. (Siehe auch: http://www.ingrid-strobl.de/publikationen.htm)

3 Ich bin in einem Arbeiterviertel aufgewachsen und aufs Gymnasium gegangen. Ich habe mit den Jungs auf der Straße gespielt und später promoviert. Mein Vater hat mir Karl May geschenkt und Bücher über Kinderarbeit und den Kampf gegen die Sklaverei. Als Teenie machte ich mit Shakespeare, Shelley, Kerouac, Ginsberg und Burroughs weiter. Dass es in der Beat Generation auch Diane di Prima und Anne Waldmann gab, hat mir damals niemand gesagt.

4 Ich gehöre zu dem Teil meiner Generation, zu dem die Stones, Janis Joplin und Jimi Hendrix gehörten, gelber Libanese, schwarzer Afghane und Purple Haze, der italienische Neorealismus, Antonioni und Bergmann, Teach-ins, Sit-ins und Anti-Vietnam-Demonstrationen. Fremd gegangen bin ich mit Alter Musik, der Kunst der Renaissance, romanischen Kirchen und Bergtouren.

5 Ich war zeitweise ziemlich radikal links und kriege schon länger Pickel, wenn Leute behaupten, es gäbe politisch eine einzig richtige Linie (ihre). Ich habe die Frauenbewegung mit initiiert, bin überzeugte Feministin, und glücklich verheiratet. Ich bin inzwischen vergleichsweise gelassen, aber die jeweils aktuellen Nachrichten können mir die Ruhe rauben..

6 Meinen Eltern verdanke ich meine Kreativität, meine Liebe zum Lesen, zur Musik und Kunst, meinen Sinn für Gerechtigkeit, mein soziales Gewissen, die Fähigkeit, aus wenig mehr zu machen und über mich selbst lachen zu können.

7 Ich habe kein iPhone, kein Tablet und verbringe meine Abende mit meinem Liebsten oder einer Freundin statt mit dem Rechner. Und ich kann mich schrecklich freuen über jeden Menschen, der anderen beisteht, ihnen schon mal den Vorrang lässt, freundlich ist und über Selbstironie verfügt.

ingrid_strobl_web
Foto: Malin Kundi

 

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Ein Gedanke zu „About oder: Sieben Infos zu Ingrid Strobl

  1. Sehr geehrte Frau Strobl,
    Ihr Interview im WDR5 / Tischgespräch hat mich aufhorchen lassen und mich veranlasst, nach Ihnen im Internet zu suchen. Da fand ich dann bald Ihren Artikel „Ich weine um Dich“.
    Es tut mir gut und ermutigt mich in meinem eigenen Denken und Engagement, wie Sie über gesellschaftliche Zusammenhänge sprechen und schreiben: Ernsthaft, informiert, engagiert und mit lachendem Homor. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken.
    Noch während Ihr Interview lief aber verstärkt nach dem Lesen des genannten Artikels, den Sie ja mit der Frage nach dem Warum von so viel Grausamkeit schliessen, kam mir in den Sinn, sie auf den Autor Anselm Gruen aufmerksam zu machen. Vor allem sein letztes Buch „Dem Leben entfremdet“ sagt mir sehr deutlich, wie der flächendeckende Verlust von Mitgefühl und Empathie in den verschiedenen Gesellschaften sich so verheerend ausbreiten konnte und sich immer weiter ausbreitet.
    Für Ihre Arbeit wünsche ich Ihnen weiterhin viele Leser und Hörer.
    Mit freundlichen Grüssen

    Heinrich Werner

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